Asiatisches Essen: Merkmale der chinesischen und japanischen Küche


Das asiatische Essen ist insbesondere durch eine Vielfältigkeit an zahlreichen Aromen und exotischen Sorten von Obst und Gemüse gekennzeichnet. Alle asiatischen Länder sowie die einzelnen Regionen bieten ihre eigenen Spezialitäten. Alle im Orient heimischen Kräuter, Gewürze und Zutaten verleihen dem asiatischen Essen eine große Fülle an Aromen. Das asiatische Essen ist nicht nur vielfältig und aromenreich, sondern auch herrlich bunt. Dadurch ist es sowohl für den Magen als auch fürs Auge ein angenehmes Erlebnis.

 

 

Die asiatischen Gerichte aus Ländern wie China, Japan, Indonesien, Korea, Thailand oder Vietnam sind sehr vielseitig und ziehen viele Menschen in den Bann, mit ihren exotischen Aromen.

 

Regionale Unterschiede der chinesischen Küche

Im Land des Lächelns treten vier bekannte Küchen auf. Neben regionalen Unterschieden, unterscheiden sich auch die Gerichte vor allem hinsichtlich ihrer Zubereitung, der Zutaten und den feinen Unterschieden im Geschmack. Im Gegensatz zur westlichen Küche gibt es in der chinesischen keine Gänge wie etwa Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise. Hier wird alles zur gleichen Zeit serviert. Sobald diese Gerichte fertig zubereitet sind, werden sie mitten auf den Tisch serviert. Somit können alle Speisen von Suppe bis hin zum deftigen Essen und süßem Essen durcheinander gegessen werden.

In der westlichen Küche werden auf den Tellern einige Beilagen um das Hauptgericht herum serviert. In der chinesischen dagegen werden einige Hauptkomponenten serviert und nur eine Beilage bzw. Reis. Im Restaurant lässt man den Reis sogar ganz weg. Da er als Sättigungsbeilage dient, wird es als geizig angesehen, jemanden zum Essen einzuladen und denjenigen dann mit Reis satt zu bekommen.

 

  • Chinesische Küche im Norden (Peking-Küche)
    In der Küche von Nordchina dominieren vor allem Speisen aus Rind-, Lamm-, Hammel- und Schweinefleisch. Die richtige Würze bekommt dieses Essen durch Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Sojasoße und durch Sesamöl. In diesem Gebiet kann weder viel Obst noch Gemüse angebaut werden, aufgrund des rauen Klimas. Angebaut werden jedoch Gurken, Sellerie, Chinakohl und Melonen, die auch in die Küche miteinbezogen werden. Die Peking-Küche ist die einfachste von den vier vorhandenen Küchen. Als Sättigungsbeilagen wird in dieser Küche Weizen, Hirse und Soja anstatt Reis verwendet.

 

  • Regionales Essen im Osten (Fujian Küche)
    Bei dieser Küche handelt es sich um keine einflussreiche chinesische Küche. Ein Grund dafür könnten die sehr aufwendigen Kochtechniken sein. Mehr als in allen anderen regionalen Küchen spielt hier vor allem die Optik eine sehr große Rolle. Charakteristisch für diese Küche sind Reis, Weizen, Gemüse, Fischzucht, Gemüse und Früchte. Die Gerichte werden vor allem aus Schwein-, Hühner und Entenfleisch zubereitet, wobei auch zum Teil Schnecken und Frösche verwendet werden. All diese Lebensmittel verarbeitet man mit sehr viel Öl.

 

  • Chinesische Küche im Südosten (Kanton-Küche)
    Diese Küche hat die westliche Küche am meisten geprägt und ist dort sehr beliebt. Hier sind die Gerichte nicht so scharf wie in anderen Gegenden. Im Vordergrund steht hier der Eigengeschmack von frischen Zutaten. Deshalb sollen ihn nicht die vielen Gewürze überdecken. Die Hauptzutaten in sehr vielen Speisen sind die fermentierten Sojabohnen. Die wesentlichen regionalen Sektoren in dieser Gegend sind die Landwirtschaft und die Fischerei. Darüber hinaus ist es die wichtigste Region für den Reisanbau. Im Gegensatz zu anderen regionalen Küchen Chinas werden in dieser Gegend alle Tiere gegessen. Laut einem Sprichwort essen die Chinesen dieser Gegend alle Tiere, deren Rücken zur Sonne zeigt. Das bezieht sich sodann auch auf Hunde und auf Schlangen.

 

  • Westchinesische Küche (Sichuan-Hunan-Küche)
    Hierbei handelt es sich um zwei Küchen, die auch zum Teil als eine Küche zählen. Ein wichtiges Charakteristikum dieser Küche ist der Gebrauch von eingelegtem Gemüse wie Knoblauch, Chinakohl oder Bambussprossen. Außerdem werden hier scharfe Gewürze wie Chili, weißer Pfeffer und Sichuan-Pfeffer verwendet. Ein weiteres Merkmal ist der eigens produzierte Joghurt der Han-Chinesen. Besonders ist es auch deshalb, da in China allgemein Milchprodukte sehr selten verwendet werden. Was das Fleisch betrifft, so wird hier Schweinefleisch bevorzugt, aber auch Schafe und Ziegen werden hier gegessen.

Merkmale der japanischen Küche

Diese Küche ist besonders interessant aufgrund der Tatsache, dass sie als die gesündeste der Welt gilt. Die Bevölkerung Japans hat die längsten Lebenserwartungen aber auch die größte Anzahl der Hundertjährigen. Das japanische Essen gilt als sehr fettarm, da hier sehr wenig Öl und Gewürze verwendet wird. Vielmehr ist der Eigengeschmack der Nahrungsmittel im Vordergrund. Daher sind ihre Speisen mild und angenehm leicht.

  • Fisch anstelle von Fleisch
    Es ist schon seit langem bekannt, dass die Japaner viel lieber Fisch und verschiedene Meeresfrüchte als Fleisch essen. Hier wird jedoch nicht nur Thunfisch und Lachs verspeist, sondern auch Seeigel, Kugelfisch und Krabbenhirn zählen zu beliebten Spezialitäten. Im Gegensatz zu Fleisch ist Fisch die gesündere Variante, denn neben Proteinen bietet Fisch auch Jod und die wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Fisch wird hier auch roh verspeist, wobei er jedoch frisch sein muss.
  • Gemüse der Saison
    In der japanischen Küche sind die vier Jahreszeiten eine wichtige Komponente. Denn die Speisen dekorieren die Japaner nach der jeweiligen Jahreszeit. Auch die Lebensmittel, die gegessen werden, stammen grundsätzlich aus der Saison. Deshalb essen Japaner nicht das ganze Jahr hindurch das gleiche Gemüse. Der Vorteil davon ist die Tatsache, dass das Gemüse nie fad schmeckt. Außerdem sorgt eine solche Nahrungsaufnahme für Abwechslung und garantiert Frische.
  • Kleine Portionen
    In Japan gehört das Übergewicht selten zum Thema, da es kaum vorkommt. Das liegt daran, dass sie das Essen nicht in großen Mengen in sich reinschaufeln. Anstatt große Portionen zu essen, teilen sich die Japaner die unterschiedlichen Komponenten einer Speise in kleine Schüsseln auf. Zum einen sieht der Tisch dadurch viel schöner aus und zum anderen wird das Esstempo verringert. Das führt wiederum zu einer raschen Sättigung.
  • Reis zu allen Mahlzeiten
    Dieses Hauptnahrungsmittel, das sowohl schnell als auch lange sättigt, wird in Japan tatsächlich jeden Tag und zu jeder Mahlzeit gegessen. Reis ist immer präsent, egal ob zum Frühstück, zum Mittagessen oder zum Abendessen. Kein Wunder, dass für das Wort „Reis“ und das Wort „Mahlzeit“ dasselbe Wort gebraucht wird, nämlich „gohan“.
  • Ausgiebiges Frühstück
    Schon am Morgen wird hier Suppe, Fisch und Reis gegessen. Obwohl es etwas ungewohnt klingt, hat ein solches Frühstück durchaus seinen Sinn: Wenn man den Tag mit einer Schüssel Reis und mit etwas Suppe beginnt, so wird man im Laufe des Tages keinen Heißhunger bekommen.

Welche Spezialitäten bietet die mongolische Küche?

Die mongolische Küche ist vor allen Dingen durch Fleisch, Milch und Milchprodukte gekennzeichnet. Aufgrund des Klimas lassen sich hier nicht viele Obst- und Gemüsesorten anbauen. Daher werden hauptsächlich Zwiebeln, Knoblauch, Karotten und Kohl angebaut. Diese Gemüsesorten sind nicht nur anspruchslos, sondern sie lassen sich auch eine lange Zeit lagern. Zum Teil wird in der mongolischen Küche auch Getreide und Reis gebraucht. Dagegen sind hier frische Kräuter unbekannt und das Essen wird, wenn überhaupt, mit Salz oder mit Pfeffer gewürzt. Die mongolische Küche ist sehr reich an tierischen Eiweißen und an Fett.

  • Getrocknetes Fleisch
    Als Fleisch wird in dieser Küche vorwiegend Schaf und Hammel eingesetzt, aber auch Fleisch von Pferden, Kamelen, Schweinen, Rindern, Ziegen und vom Yak. Fleisch wird hier hauptsächlich gekocht oder es wird zu Suppen verarbeitet. Um es auch im Winter genießen zu können, wird das Fleisch luftgetrocknet. Diese Spezialität wird als „Borts“ bezeichnet. Das Fleisch wird dadurch so hart, dass man es sogar mit einem Messer nicht schneiden kann. Um es in der Küche einsetzen zu können, wird es zerrieben und als Suppe gekocht.

 

Besonders interessant in der mongolischen Küche ist die Zubereitung von Fleisch durch ein Garen mit heißen und glühenden Steinen. Zu diesem Zweck wird das Ziegenfleisch in eine verschließbare Milchkanne gefüllt. Von außen werden um die Kanne heiße Steine gelegt oder die Steine legt man in die Bauchhöhle einer Ziege, die ausgenommen und entbeint wurde. Somit gart das Fleisch von innen.

 

  • Vergorene Stutenmilch
    Die Milch von Schafen, Ziegen, Pferden und von Yaks verwenden die Mongolen zur Herstellung von Milchprodukten wie Frischkäse, Quark, Butter oder von verschiedenen Getränken. Eines davon ist das mongolische Nationalgetränk, das sogenannte „Airag“ bzw. vergorene Stutenmilch.
  • Teigtaschen
    Die genannten Fleischsorten, die in der mongolischen Küche zum Einsatz kommen, werden vorwiegend in Teigtaschen gefüllt. Im Allgemeinen werden die Teigtaschen sehr oft und vielfältig zubereitet. So gibt es die gedämpften Teigtaschen, welche mit Fleisch gefüllt werden, die sogenannten „Buuz“. Zudem gibt es auch die gekochten Teigtaschen, die sog. „Bansh“ aber auch die in Schafsfett frittierten Teigtaschen, die als „Khuushuur“ bezeichnet werden.
  • Khailmag
    Diese süße Mahlzeit wird aus eingedickter Sahne hergestellt, die Urum genannt wird. Diese Sahne wird in der Pfanne erhitzt. Dabei entsteht ein Fett, dass abgegossen wird und als Brennstoff für Öllampen dient. Die heiße Sahne, die verblieben ist, mischen die Mongolen mit Mehl und Zucker. Machmal wird diese Süßspeise auch mit Rosinen zusätzlich verfeinert.
  • Aaruul
    Hierbei handelt es sich um kleine und eckige Quarkstücke, die sehr an Kekse erinnern. Sie werden auf dem Jurtendach getrocknet oder auf einer aufgefädelten Schnur. Der frische Quark wird in ein Tuch eingeschlagen und mit einem Stein gepresst, bis die ganze Flüssigkeit herausgepresst wird. Danach schneiden die Mongolen den Quarkblock mit dem Faden in kleine Stücke und legen sie in die Sonne zum Trocknen. Die sehr harten Stückchen heißen Aaruul. Sie sind ziemlich schwer zu kauen und schmecken recht sauer.

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